Schnee und Sonnenschein: Motis Reise zum Comer See Mai 2019

Vier Tage sollten es sein, für die Moti das übliche Revier

verlassen und sich auf eine abenteuerliche Reise mit seinem Rudel machte. Vier

Tage, die ihm nicht nur schienen, wie eine Reise durch den Raum, sondern auch

durch die Zeit.

Tag 1

Moti liegt im

Vorraum. Schon gestern haben sich die Beiden seltsam benommen. Heute machen sie

weiter: Ständig werden Sachen in Taschen gepackt. Umherschwirren. Das Auto

beladen. Aber das ist doch alles viel zu viel Kram für den Hundeplatz! Und

dorthin fahren wir nie mit dem Bus! Aber es ist doch Mittwoch! Wenigstens

nehmen sie mich mit. In dem ollen Bus muss ich hinten sitzen. Nicht wie sonst

im Opel direkt neben Fraule, die bei längeren Fahrten auch mal eine Hand frei

hat zum Öhrchenkraulen. Jetzt sitze ich also hinten und die Bäume, Autos und

Wolken fliegen nur so an mir vorbei. Dann geht es immer mehr bergauf. Das

Wetter wird schlechter. Und – riecht das etwa nach Schnee? Splügen-Pass nennen

sie das. Ich nenne das Winter. Sind wir im Vorgestern? Erfrischend kalt und

eine steife Brise. Das ist fein! Doch dann geht es weiter. Wieder runter. Kurve

um Kurve. Ein Glück ist das Autofahr-Körbchen so klein, dann rutsche ich nicht

herum. Riecht das nach Palmen? Ist das ein See? Ach, die meinten „Comer See“,

nicht „Koma See“! Da habe ich mir ja umsonst Sorgen gemacht. Ein feines

Plätzchen ist das hier. Ruhig, direkt am Wasser, nette Leute und das Zelt haben

die Beiden auch flott aufgebaut. Wie mir die Sonne auf den Pelz brennt! Sind

wir in den Sommer gefahren? Da lege ich mich doch gleich mal auf den Rücken und

bräune mir die Oberschenkel. Die Ladies werden es lieben.

 

Tag 2

Frühes Aufstehen mit der Sonne. Das kenne ich von Herrle gar

nicht. Ist er krank? Seit wann frühstücken die Beiden zusammen? Zur gleichen

Tageszeit? Normalerweise ist Fraule zu Mittag, wenn Herrle aufsteht. Aber was

soll’s. Es geht weiter. Der Hafen hier ist nett. Aber die Wellen – da halte ich

mich lieber etwas fern. Wasser ist nicht so mein Ding. Oh, Moment! Warum hebst

du mich hoch? Warum… Hey! Ich will nicht auf das Boot! Boote sind gruselig! Die

sind im Wasser! Oh Hund. Wo geht es hin? Bellaggio. Na, das kann ja nur

stimmen, wenn man gut zu Fuß ist. Ein Glück, dass ich keine Dackelbeine habe,

sonst wäre ich in dieser Stadt der tausend Stufen verloren. Ein bisschen Gassi

hierhin, ein bisschen Gassi dorthin.. Hey! Nicht schon wieder! Nein, nicht auf

das Boot! Lass uns heimlaufen! Puh, überlebt. Menaggio ist das hier also.

Weitaus weniger spektakulär. Aber das Essen von den Beiden riecht gut. Da kann

ich mich schön einnebeln lassen in die Traumwelt. Gute Nacht!

Wie – mein Mittagsschäfchen ist schon rum? Warum rennen wir?

Könnt ihr denn keinen Schiffsplan lesen? Moment – Schiff? Nicht schon wieder!

Uff. Das nennt ihr Urlaub? Na, dann gebe ich mich eben meiner Müdigkeit hin und

verschlafe die Überfahrt. Moment, dieses Geschunkel ist gar nicht so übel. Das

wiegt einen direkt… tzzzz…

Tag 3

Was ein Tag! Sonne, ein paar Wölkchen am Himmel und frischer

Wind in der Nase. Und nichts zu tun! Stöcke-Kauen, Schnuppern und in der Sonne

liegen. Haben sie doch etwas aus dem gestrigen Tag gelernt. Fabelhaft! So lässt

es sich leben. Beziehungsweise: So lebe ich eigentlich immer. Aber hier kann

man das auch mal machen. Was meine Kumpels am Platz wohl treiben? Die Hunde

hier sind alle sehr freundlich. Bedeutet: Sie lassen mich in Ruhe, ich lasse

sie in Ruhe. Sehr angenehm. Und von meinem Aussichtspunkt am Campingplatz habe

ich alles im Blick: Die Beiden, alle Wege und die lustigen alten Holländer.

Selbst die Kinder sind hier nett. Keins macht mir Angst. Sehr seltsam. Ich

würde das ja weiter verfolgen, wenn ich nicht so sehr damit beschäftigt wäre,

in der Sonne zu dösen.

Tag 4

Ui, Fraule heute wieder allein unterwegs? Was bedeutet den

„Pharmacia“? Warum sucht sie dauernd auf dem Handy italienische Begriffe?

Nunja, mit meinem Rumänisch kann ich ihr auch nicht weiterhelfen… Ach, eine

Creme für Hummer-Herrles Haut. Ja, sollte ihn freuen. Schade nur, dass Fraule

so anders aussieht. Ohne ihre Kappe scheint es, als fehlte etwas von ihrem

Kopf. Gut, dass ich sie am Geruch erkenne. Den Halunken, die ihr den Hut

geklaut haben, würde ich meinen bösesten schielenden Blick zuwerfen! Aber

zurück zum Körbchen-to-go. Das müssen wir zusammenpacken. Das machen die Beiden

schon fast wie die Profis! Zack – alles eingepackt. Auch die vielen Stöckchen

aus dem See, die Fraule für Trainer-Chefin gesammelt hat. Die, die ich nicht

anrühren durfte. Ob Tara die bekommt? Ich würde mich nicht trauen, ihr einen

abzunehmen. Auch, wenn die so schön aussehen.

Oh, wir fahren wieder bergauf! Da waren wir doch schon. Wo

ist der Schnee hin? Wo ist der Wind? Das sieht hier jetzt alles so gemütlich

aus. Wenigstens ist der Schnee noch da. Ui, da geh ich gleich nochmal eine

Runde spielen! Es ist mir ein Rätsel. Sind wir jetzt im Winter? Im Sommer? Im

Wimmer? Schon wieder weiter? Ein Glück, dass ich heute Früh das Futter

verweigert habe, bei den ganzen Serpentinen weiß ich nicht, ob ich so gut

durchgehalten hätte bei Übelkeit wie Fraule. Aber jetzt geht es wieder

geradeaus. Schön. Tzzzz. Moment, das riecht ja wie..wie.. Zuhause! Herrlich.

Wann fahren wir zum Platz?



Vilser Alm – eine Wanderung für jede Jahreszeit

Ein Teil des Teamworker-Rudels machte sich an einem sonnigen Märzsonntag auf, die Bergwelt zu erkunden und – Leckerlie muss sein – zünftig einzukehren. So ging es am fortgeschrittenen Vormittag, die Sonne sollte schließlich schon etwas Wärme in die noch schneebedeckten Höhen bringen, ab dem Parkplatz beim Vilser Kalksteinbruch los gen Vilser Alm. Gleich nach einer kleinen Brücke führt dort die Forststraße leicht schlängelnd den Wald hinauf in Roter Stein. An seinem Fuß entlang geht es nach 1,4km, mit sich immer wieder eröffnendem Blick in Richtung Steinbruch, immer weiter hinauf. Der Weg ist gesäumt von kleinen Bächen, die freundliche Namen wie „Hirschbach“ tragen und die Hunde zur kurzen Rast am kühlen Nass einladen. Stellenweise ergießen sich kleine Wasserfälle den Berg hinunter und stimmen so angenehm in das frühlingshafte Gezwitscher rundherum ein. Schließlich erreichen wir die Weideböden der Vilser Alpe. Wo vorher nur stellenweise Schneeflächen zu sehen waren, freuen sich die Hunde nun über große, noch von Weiderind freie Wiesen und jagen sich freudig darüber. Phoebe wirft den Turbo an und lässt Hintermann Moti erst einmal eine Ladung Schnee fressen. Der schlägt aber seine bekannten Hasenhaken und schneidet ihr freudig bellend den Weg ab: „Hätte ich zugepackt, hätte ich dich gehabt!“ – und weiter geht’s. Diesmal noch mit Sera im Schlepptau, die den Jungspunden mal zeigt, wie eine richtige Rangelei geht. Kurz darauf erreichen wir die Vilser Alpe. Sie ist idyllisch auf einer Lichtung gelegen, umgeben von schneebedeckten Gipfeln und getaucht in gleißendes Sonnenlicht. Dort wird eingekehrt, der nette Mann von der Hütte trägt extra noch einen Tisch herbei, damit die Teamworker nicht auf einen freien Platz warten müssen. Kurz darauf werden Köstlichkeiten aufgedeckt: Kässpatzen, Spinatknödel und ein Vorspeisensalat, der sich sehen lassen kann. Danach haben Kaiserschmarrn und Apfelstrudel überzeugt. Diese Hütte lässt so einige Restaurants vor Neid erblassen. Es war köstlich! Zudem wurde ein künftiges Ausflugsziel ausgemacht: Das Hundsarschjoch. Inklusive Hundsarschalpe! Na, wenn ein Teamworker da nicht gewesen sein muss! Der Rückweg war angenehm, das Wetter weiterhin bestens. Trotz des langen Forstwegs war das Laufen nicht eintönig, vollführten die Hunde doch – zwar schon etwas ermüdet, aber etwas erholt von der Rast – in ihrem Spiel lustige Kapriolen. Auch die Herrles und Fraules unterhielten sich gut und Phoebe, die so manche Böschung genauestens untersuchte, kam immer wieder brav zurück zu Fraule. Zurück im Auto war es auf der Hundeseite schnell sehr ruhig. Die viele Renner- und Erkunderei ließ die Augenlider sehr schwer werden und so wurde die Fahrt zurück nach Hause komplett verschlafen. Zur Vilser Alpe: Eine wunderbare, einfache, kurzweilige Wanderung, die mit tollem Ausblick und fantastischem Essen belohnt. Dorthin sollte sich noch so mancher Teamworker verirren!

 



Winterwanderung am Blaubeurer Blautopf Jan. 2019!

Nach den ausgiebigen Schlemmereien über die Feiertage,kam so ein kleinerer Ausflug mit Freunden nach Blaubeuren gerade recht.Auch unsere Hunde kamen in der idyllischen und menschenarme Wanderstrecke voll auf ihre Kosten...Da sieht es bei Sonnenschein mal ganz anderst aus...😉Die wildromantische Gegend hat aber auch bei Winterwetter ihren Reiz und mit guter Kleidung und Schuhwerk wurde es ein wunderbarer Tag für alle.....Echt schön war's!